Hintergrundinformationen

Überlegungen zur äußeren Gestaltung des Gemeindebriefs

  von Pfarrer Johannes Beisel

Gau – Gai – Go:

Als ich zu Beginn meiner Arbeit in den Gemeinden Gaiberg und Gauangelloch den Kopf für den Gemeindebrief entwarf, war es mir wichtig, ihm mit den drei G-Kürzeln einen markanten, klangvollen Namen zu geben. Dabei habe ich mit Gau und Gai Abkürzungen aufgenommen, die schon vor meiner Zeit im Gemeindeleben und im Gemeindebrief benutzt wurden. Dass mit dem Go für Gottesdienst gleichzeitig auch das Englische „Go – Gehen“ angesprochen wird, kommt dem Urinteresse des Gemeindebriefs selbst entgegen – schließlich geht er hinaus zu vielen Menschen, so unter anderem ja auch zu Ihnen. Er informiert Sie, er hält Sie über das Geschehen in unseren Gemeinden auf dem Laufenden, und er lädt Sie ein, auch selber immer mal wieder mitzugehen, ein Stück weit wenigstens. Hinter dem „Go“ steckt auf jeden Fall eine Bewegung aufeinander zu, miteinander, füreinander. Mit dieser öffnenden und gewinnenden Bewegung kommt auch eine Einladung zum Ausdruck: „Herzlich willkommen! – Mach doch mit! – Geh doch mit!“

 

So ermuntert Gau – Gai – Go zum Mitmachen: Auf die Plätze – fertig – los!

 

Gottesdienste bilden den Kern des christlichen Gemeindelebens. Das ist auch der Grund dafür, weshalb die Informationen zu den Gottesdienstzeiten in der Mitte des Gemeindebriefs stehen – auf den Seiten, die sich besonders gut aufschlagen lassen.

 

Auf der Titelseite jedes Gemeindesbriefes steht "Gottesdienste & co". Mit dem co sind über die Gottesdienste hinaus die vielen anderen Aktivitäten und Veranstaltungen im Blick, auf die der blaue Pfeil ganz rechts am Rand in den Gemeindebrief hinein verweist.

 

Doch bevor wir uns in den Gemeindebrief hineinbegeben, noch ein paar Hinweise zu den Farben und Formen, die den Kopf der Titelseite bilden.

Auch wenn nirgends ein Kreuz als christliches Symbol zu sehen ist, spielen Vertikale und Horizontale als Grundrichtungen doch eine wichtige Rolle.

 

Von oben links fällt – unterstützt durch die blauen Dreiecke - Licht, Gottes Licht auf die Titelseite. Das Licht wird seitlich nach rechts abgelenkt, in die Horizontale gebracht und damit in die Welt hineingetragen.

Auch die verwendeten Farben haben eine theologische Bedeutung. Es sind übrigens dieselben Farben wie diejenigen, aus denen das Kreuz an der Kirche in Gaiberg gegenüber der Bäckerei Schneider besteht. Das Rot des horizontalen Balkens, der den Kopf der Titelseite nach unten hin begrenzt, steht für den Heiligen Geist und die Liebe, mit der er die Welt durchweht.

 

Das Blau der Dreiecke spiegelt das Wasser der Taufe und die Freiheit des Himmels wider. Während die beiden linken Dreiecke eher der vertikalen Richtung Ausdruck verleihen, weist das rechte Dreieck horizontal nach rechts in den Gemeindebrief hinein, ähnlich wie der rote Balken, dessen Farbe und Form das Maß für die Gestaltung der Seitenzahlen vorgibt.

Ja, die Art und Weise, wie die Titelseite gestaltet ist, soll Sie dazu ermuntern, den Gemeindebrief dann auch aufzuschlagen und weiterzulesen – unter anderem natürlich auch das, was ich bei „Auf ein Wort“ in der Regel auf der Seite 3 oder 5 zu dem Bild schreibe, das ich für die Titelseite ausgesucht habe.

 

Werfen wir noch einen kurzen Blick auf die beiden Fische. Mit ihnen begegnen uns auf der Titelseite doch noch zwei christliche Symbole, die einen deutlichen Bezug zum Fischer-Beruf der meisten Jünger Jesu erkennen lassen und die während der Christen-verfolgungen in den ersten Jahrhunderten als Geheimzeichen dienten.

 

Heute schwimmen sie zu zweit für die beiden Kirchengemeinden Gaiberg und Gauangelloch. Welcher Fisch welcher Gemeinde zugeordnet werden könnte, überlasse ich gerne Ihrer Entscheidungsfreude.

 

Auf jeden Fall sind die Fische in Bewegung. Sie schwimmen in den Gemeindebrief hinein und sollen Sie dabei mitnehmen auf die diversen Seiten, wo sie sich in wechselnden Farben auf den Kopfzeilen tummeln.

So soll der Gemeindebrief nach Möglichkeit zu Ihrem Brief werden, zu einer Informationsschrift aus der Kirchengemeinde, die für Sie bestimmt ist und die Sie – ist sie erst einmal bei Ihnen angekommen – zu Ihrer eigenen machen dürfen.

Deswegen ist so gedruckt, wie es gedruckt ist: Liest man allein die schwarze Schrift, wird daraus mein Brief erkennbar.

Im Durchschnitt erscheint so ein Brief alle drei Monate in der Hoffnung, dass Sie ihn erwartungsvoll in Empfang nehmen und den einen oder anderen Artikel auch zu Themen über den Tellerrand unserer Gemeinden hinaus lesen.

 

Ein kleiner Tipp schließlich noch: Es empfiehlt sich, den Gemeindebrief als Nachschlagewerk hinsichtlich aktueller Termine für die Länge seiner Geltungsdauer - das ist jeweils etwa ein Vierteljahr - aufzuheben.

So wünsche ich Ihnen immer wieder viel Freude beim Durchstöbern des Gemeindebriefs.

Spenden für den Gemeindebrief

sind sehr willkommen!

 

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