Zeitungsartikel 2016 - unser Gemeindeleben im Spiegel der Presse

Zu folgenden Themen sind im Jahr 2016 Zeitungsartikel erschienen, die weiter unten auf dieser Seite angeschaut werden können:

  • 25-jähriges Jubiläum des Kirchbauvereins in Gaiberg am 26. Juni 2016
  • Konzert von Cellissimo in der Kirche in Gauangelloch, 25. Juni 2016
  • Afrika-Benefiz-Fest am 19. Juni 2016 in Gaiberg 
  • Foto-Ausstellung "Natürlich Gauangelloch" in der Kirche in Gauangelloch
  • Lieder- und Musikabend mit dem Kirchenchor am 9. April 2016 in Gau
  • Weihnachtskonzert der "Kleinen Kurpfälzischen Kantorei" am 10.1.2016
  • Mitgliederversammlung der Sozialstation am 11. November 2015
  • Konzert der "Kleinen Kurpfälzischen Kantorei" am 8. November 2015 
  • Ausstellungseröffnung "Flucht und Vertreibung ... " am 29.10.2015 in Gai
  • Musikfestival in Gauangelloch am 11. Oktober 2015

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Bilder zu den verschiedenen Ereignissen finden Sie


Konzert der Kleinen Kurpfälzischen Kantorei am 30. Oktober 2016 in Gaiberg

RNZ, 2. November 2016

Motetten, Volkslieder und Hochzeitsmusik

Kleine Kurpfälzische Kantorei und Instrumentalisten begeisterten mit Werken aus der Zeit des Frühbarock

Gaiberg. (pop) Einmal mehr für pu-ren Hörgenuss sorgte die „Kleine Kur-pfälzische Kantorei" am Sonntag in der nahezu voll besetzten evangeli-schen Kirche. Unter der sich durch Kompetenz, Exaktheit und Zielstre-bigkeit in Hülle und Fülle auszeich­nenden Leitung von Klaus Hessenau-er überzeugten jedoch nicht nur die neun Alt-und Sopran- sowie die sie-ben Bass- und Te­norstimmen in jeder Sekunde ihrer Dar­bietung. Sondern auch das sich aus Tho­mas Hassel-beck, Martin Lubenow, Werner Laun,

Wolfgang Pollich und Sami Sharif zu-sammensetzende Bläserensemble.

Nicht minder auf Topniveau präsen­tierte sich die Generalbassgruppe, die aus Ulrike Klamp, Harald Fath und Rudolf Merkel bestand. Gemeinsam

machten sich diese Vokal- und In-strumentalkönner ans Werk, um ein, wie Klaus Hessenauer das Publikum gleich zum Auftakt wissen ließ, Pro-gramm „hauptsächlich aus der Zeit des Frühbarocks" zu bestreiten. Doch egal wie alt alle diese „frühen Chorä-le der reformierten Kirche" auch sei-en, so seien diese „unsere Musik, wenn wir hier in diesen Raum kom-men", hielt der Dirigent im Verlauf des Konzertes fest. Überhaupt ist es Klaus Hessenauers regelmäßigen Er-läuterungen zu danken, dass die Zu-hörer viel Wissenswertes über die Komponisten und deren Schöpfun­gen in Erfahrung bringen konnten.

So merkte er beispielsweise zu Jo­hann Hermann Schein an, dass die-ser die „damalige Kunst der Motet-tenkomposi­tion weit getrieben" ha-be. Umgehend be­stätigt wurde das durch dessen „O Herr, ich bin dein Knecht". Michael Praetorius wurde wiederum von Klaus Hessenauer zum einen bescheinigt, mit „Der du bist drei in Einigkeit" eine „fünf-stimmige ar­chaische Choralmotette" in die Welt der Musik gebracht zu haben. Zum anderen wies der musikalische Gesamtleiter da­rauf hin, dass „Gott der Vater wohn uns bei" eine „richtig durchkomponierte Re­naissance-Motette im typischen

Stil" von Michael Praetorius dar-stelle. Hingegen sei Johann Vier-dancks „Sonata 31" schlicht und er-greifend ein Volkslied und „Freue dich des Weibes deiner Jugend" von Heinrich Schütz nicht mehr und nicht weniger als eine Hochzeits-musik.

Ob aber nun diese Stücke oder die weiteren von Johann Christoph Pezelius und Johann Rosenmüller, so galt für alle unzweifelhaft, dass sie herausragend in­terpretiert wurden. Und das sogar bei freiem Eintritt.


Musikfestival in der Evangelischen Kirche in Gauangelloch am 23. Oktober 2016

RNZ, 25. Oktober 2016

Beim Musikfestival ging es "Schlag auf Schlag"

Chöre und Ensembles hatten jeweils 20 Minuten für ihren Auftritt

 Leimen-Gauangelloch. (sg) Die Kir-che als wunderbarer Ort für Musik und Ge­sang stand beim Musikfestival „Schlag auf Schlag" im Mittelpunkt. Stunden­lang still sitzen in den Kir-chenbänken musste keiner bei dieser Musikveran­staltung in der evange-lischen Kirche in Gauangel-loch. Ein individuelles Kom­men und Gehen war ausdrücklich er­wünscht. Das Programm war so konzi­piert, dass Chöre und Musikensembles rund 20 Minuten Zeit hatten, ihr Bestes zu geben und das Publikum zu unter­halten. So konnten den Besuchern durch den kurzweiligen Musikgenuss in viel­fältiger Form immer neue mu-sikalische Leckerbissen geboten wer-den.

Die beiden evangelischen Kirchen­gemeinden Gauangelloch und Gai-berg hatten im dritten Jahr in Folge zum Musikfestival eingeladen. Pfar-rer Johannes Beisel sprach sich dafür aus, diese Ver­anstaltung mit ihrer schönen Mischung aus Chorgesang und Instrumentalmusik auch im kommenden Jahr wieder statt­finden zu lassen. Gemäß dem Motto „Schlag auf Schlag" gaben sich im Kirchen-haus viele Chöre und Musizierende ein Stelldichein und boten zusam-men­gerechnet mehr als vier Stunden Musik.

Alle wollten auf ihre Weise das Pub­likum unterhalten. Zum Auftakt gab es einen musikalischen Gottesdienst mit der Band „Schattenfänger" aus Schatthau­sen. Im Mittelpunkt stan-den hier neue Kirchenlieder. Außer-dem gab es ein Wunschliedersingen.

Der Nachmittag startete dann mit den Kleinsten: Der Spatzenchor aus Gaiberg war zu Gast. Die jungen Sän-gerinnen sangen sich mit tollen Kin-derliedern in die Herzen der Zu-schauer. Akkordeon-Musik zwischen Barock und Balkan hat­te Susanne Baumgärtner mitgebracht. „Gospel and more" bot der Popchor „Takt-voll" aus Bammental. Mit drei Gos-pelsongs und dem Ohrwurmhit „Af-rica" unterhielten sie das Publikum wunderbar.

Zu einer „Reise in ferne Länder" lud der Instrumentalkreis Gauangelloch ein. „Songs and dances" gab es vom Flötenensemble Gauangelloch. Kost-proben zum Luther-Musical hatte der Luther-Projektchor aus Schatt-hausen dabei. Zu „WortKlang - KlangWort" luden Gudrun Koch und Oliver Krüger ein. Lob und Preis

stellte der Kirchenchor Gauangelloch bei seinem Auftritt in den Mittel-punkt. „Singe mit Herz und Freud" hatte sich der Männergesangverein Gauangelloch zum Thema genom-men. Mitreißende Gospels wurden vom „Spirit of Joy Gospelchor" gebo-ten. Irisch­schottische Klänge gab es von „Jester's Garden".

Und direkt im Anschluss an das Mu­sikfestival lud Pfarrer Johannes Bei-sel zum Staunen ein. Gezeigt wurde der von ihm konzipierte Film „Natür-lich Gau­angelloch". Gut verköstigt wurden die Kirchenbesucher wäh-rend des Musik­festivals mit Film-präsentation mit Kaf­fee und Kuchen.


Fotoaktion "Wir sind Kirche" - Aufruf

RNZ, 25. Oktober 2016

Leuchtendes Vorbild in Gauangelloch

RNZ, 24. Oktober, Seite 4

Der Kirchturm wurde zum Leuchtturm

Die Initiative "Gauangelloch ... lebens- und liebenswert" macht die Außenbeleuchtung möglich

 Von Roland Fink

 

 

 

Leimen-Gauangelloch. Die Menschen in Gauangelloch oder die Durchfah-renden werden sich dem Blick auf die evangeli­sche Kirche künftig nicht ent-ziehen kön­nen. Der Kirchturm als Leuchtturm, ein­getaucht in strahlen-des Licht. Die Kir­che wird in den Win-termonaten von au­ßen angestrahlt und reflektiert dieses Licht in die Her-zen der Menschen. Nach einem Got-tesdienst mit Pfarrer Johannes Beisel strömten die Menschen am Sams­tag nach draußen in die Kirchstraße. Erst wurde noch angestoßen mit Sekt oder Wein, Laugengebäck aus der nahe gele­genen Bäckerei Emert gegessen, dann kam der große Moment, als Helmut Haas auf den roten Knopf drückte. Zwei Strahler gingen an und das Gotteshaus zeigte sich in ganz neuer Perspektive.

Haas ist einer der Initiatoren der Ini­tiative „Gauangelloch ... lebens- und lie­benswert". Und die hatte es wieder fer­tig gebracht, für das Dorf und den Stadt­teil etwas Gutes auf die Beine zu stellen. Gert Göbel von der Interes-sengemein­schaft hatte es vorher im Got-tesdienst noch erwähnt: „Es war ein langer Weg bis zu diesem Punkt, an dem wir nun die Strahler anschal-ten können." Fünf Jahre hat dieses Be-streben in Anspruch ge­nommen, in den dunklen Monaten die Kirche bis 23 Uhr anzustrahlen.

Fünf Jahre dauerte es von der Idee bis zur Umsetzung: Nun wird die Fassade der evangelischen Kirche in den Wintermonaten angestrahlt und zum Blickpunkt in gauangelloch. Foto: Fink
Fünf Jahre dauerte es von der Idee bis zur Umsetzung: Nun wird die Fassade der evangelischen Kirche in den Wintermonaten angestrahlt und zum Blickpunkt in gauangelloch. Foto: Fink

„Wir wollen nicht fordern, wir wol-len selber etwas machen, den Ort mitzugestalten, Gauangelloch mit Leuchtkraft zu versehen", so Göbel. Oberbürgermeister Hans D. Rein-wald mit Gattin hörte das si­cher gerne, solche Aktionen aus der Mit­te der Bevölkerung können einem OB nur gefallen. Die Stadt kommt für die Strom­kosten auf, ebenso wie bei den Beleuch­tungen der anderen Kirchen in den Stadt­teilen.

Die Mauritiuskirche in der Leimener Kernstadt war das Vorbild für Gau-angelloch. Zusammen mit dem an-sässigen Unternehmen Elektro Men-rath wurde nun auch dieses Vor-haben in Gau­angelloch umgesetzt.

„Lasst uns die Kirche ins rechte Licht rücken, dieses Kleinod außen wie innen brauchen wir nicht unter den Scheffel stellen", hatte Pfarrer Beisel am Ende der Andacht gesagt. Das Symbol für die Prä­senz Gottes wird

nun auch in Dunkelheit auf sich aufmerksam machen. Etwa 5000 Euro hat „Gauangelloch... lebens- und liebens-wert" dafür investiert. „Wenn mög-lich, soll noch ein dritter Strahler hinzukommen", verkündete Haas. Mit der Spende bei diesem kleinen Festakt wur­de der Anfang dazu schon gemacht.


Premiere des Films "Natürlich Gauangelloch" am 22. Oktober 2016

RNZ, 27. Oktober 2016, Blick in die Region, Seiten 1 und 3

Über Jahre war er mit der Kamera in der Natur

Johannes Beisel stellte seinen Film "Natürlich Gauangelloch" vor

Von Roland Fink

Leimen-Gauangelloch. Für Ortsfrem-de, insbesondere Stadtbewohner, müsste Gauangelloch ein wahres Pa-radies sein. Der Film von Pfarrer Johannes Beisel vermittelt ein Bild des Leimener Stadt­teils, das selbst Einheimische so gar nicht kennen. Mit „Natürlich Gauangelloch" hatte der Filmemacher seine über Jahre dokumentierten Aufnahmen über­schrieben.

Herausgekommen ist ein 70-Minu-tenwerk. Etwa 1000 bis 2000 Stunden Arbeit stecken in dem Film. So genau weiß Pfar­rer Beisel das gar nicht mehr. 20 000 Fo­to- und Videoaufna-hmen hat er bear­beitet. Natürlich ist nicht alles in dem Film zu sehen, aus 30 Stunden Film wur­den 70 Minuten. Die Natur, die Schöpfung in all ihrer Pracht und Herrlichkeil, stellte der evangelische Pfarrer in den Mittel-punkt.

Dass die Aufnahmen oft nicht einfach waren, erkennt auch ein ungeübter Betrachter. Wenn etwa das Reh scheu aus dem Wald tritt,

sich ständig umschaut um dann wie­der mit weißem Spiegel über den Feld­weg davon zu springen. Oder, wenn der Fuchs das Mauseloch mit Erfolg be­ackert, die Eichhörnchen lustig umher­tollen, dann war neben einem guten Zoom auch Ausdauer gefragt. „Gut Ding will Weile haben", meinte Johannes Beisel in seinen ausführenden Worten.

Über fünf Jahre hat er gefilmt, also seit er und seine Frau auf der  Süd-seite des Königsstuhls leben. Seit April sitzt er in jeder freien Minute am PC, um die­se färben- und inhalts-

prächtige Ausar­beitung zusammen-zuschneiden. „Ich hatte mir fest vor-genommen, jetzt im Ju­biläumsjahr zur 1000-Jahr-Feier den Film fertig-zustellen", meinte er. Das ist dem Hobbyfotografen und Hobbyfilmer gelungen.

Der Film beginnt saisongerecht mit gefrierenden Kristallen, mit Reif auf den Feldern und zieht sein Band über Äcker mit einem Meer an

Pusteblumen und ro­ten Mohnblu-men inmitten von goldgel­ben Korn-feldern bis hin zu Regen und Schnee auf den Wegen um Gauangel­loch.

Feldhasen und Kaninchen hoppeln über die Ackerkrume, ein Specht füt-tert seinen Nachwuchs.

Mit einfühlsamer Musik hat Pfarrer

Beisel sein Werk unterlegt: „The

Rose" in Instrumentalform, ein „Amazing gra-ce" in sanft unterleg-ten Tönen, Dudel-sackmelodien bei zuckenden Blitzen und Gewitterfron-ten über dem Dorf und ei­nige Sze-nen, die mit einer Drohne ge­filmt wurden. Die Dachlandschaft des Ortskerns von oben als sensationell äs­thetische Bildfolge, Regentropfen, die an den Schindeln niederperlen: „Es ist der Dank an Wundern der Na-

 

tur, die ich hier eingefangen habe", gibt der Pfarrer zu. Weniger die Menschen haben ihn bei die­sem Film fasziniert als die Landschaft, in der sie leben.

Also ein Heimatfilm? Keinesfalls, wenn auch die Heimat den Men-schen in die Herzen dringt, die sie kennen, die sie täglich neu erfahren. Klischees? Nein, pure Realität, aber doch mit diesem Fein­gefühl aufge-nommen, das ein Gespür für die Um-welt, für Gottes Schöpfung er­kennen lässt und dabei diese Demut ver­mittelt, die dem Menschenschlag im Kraichgau innewohnt.

„Näher mein Gott zu dir" - besser hätte es die unterlegte Melodie am Ende nicht ausdrücken können. Der Dank an die Wunder der Natur, sym-bolisiert mit einem einzigen roten und schneebe­deckten Apfel im kah-len winterlichen Geäst. Pfarrer Johannes Beisel ist ein Werk gelun-gen, das einen Gottesdienst fast

ersetzen kann. Nach dem Anschau­en

dieses Films gehen die Menschen in dem Wissen, in einem Ort zu leben, der gesegnet scheint.


25-jähriges Jubiläum des Kirchbauvereins in Gaiberg am 26. Juni 2016

RNZ, 30. Juni 2016; Blick in die Region, Seite 1

Von Karin Katzenberger-Ruf

Gaiberg. Bei einer Orgel kann man be­kanntlich viele Register ziehen. Aber wissen Kinder, wie die Griffe dafür aus­sehen? Kluge kleine Kö-pfe waren jetzt in der evangelischen Peterskirche zu ei­nem entspre-chenden Suchspiel einge­laden. Dieses spielte sich im Rahmen ei­nes Festes ab, mit dem Kirchenbauver-ein sein 25-jähriges Bestehen fei-erte. Nach einem Gottesdienst mit Pfarrer Jo­hannes Beisel bot sich die Gelegenheit zur Turmbesteigung. Mit 27 Metern ist der Kirchturm zwar nicht besonders hoch, aber nur über schmale Trittleitern zu

erklimmen.

Seinen Ursprung hat das Gotteshaus vermutlich schon im 12. Jahrhun-dert, der Turm, dessen Bau auf die zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts datiert wird, dürf­te damals auch als Wehranlage gedient haben. Über den baulichen Zustand nach dem Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) ist so gut wie nichts überliefert. Im Jahr 1732 wurde die Kirche durch den da­maligen Pfarrer dann als insgesamt „sehr baufällig" beschrie-ben. Von der Grund­steinlegung bis zur Einweihung eines neuen Ge-bäudes im August 1738 ver­gingen dann nicht einmal eineinhalb Jahre.

Größere Umbaumaßnahmen gab es dann erst wieder zwischen 1864 und 1865 und zwischen 1996 und 1998. Bei der jüngsten Renovierung war der An­bau des Gemeindehauses schon wieder fast vier Jahrzehn-te her.

Die genannten Fakten sind allesamt in einem Faltblatt des Kirchen-bauvereins nachzulesen, für dessen Text Dr. Martin Mühleisen ver-antwortlichen und für das Wolf gang Himmelmann Fotos und Zeich-nungen lieferte. Ohne „Macher" wie diese beiden, aber auch ohne Handwer­ker, die in all den Jahren ebenfalls eh­renamtlich tätig wären, hätte der Verein nicht das erreicht, auf das der nun zu­rückblicken

kann. Zum Jubiläum gab es in der Kirche eine informative Ausstel­lung

zur Geschichte des Gotteshauses - samt 700-jährigem wurmstichigem Bal­ken, einst tragendes Teil auf der Empore.

Die Kanzel bekam schon vor vielen Jahren ihr ursprüngliches Ausse-hen wie­der und dazu ein rekonstruiertes Dach. Dass heute kein Pfar-rer mehr von der Kanzel predigt, ist eine andere Ge­schichte. Ebenso, dass in der Kirche 1999 bereits die vierte Orgel installiert wurde. Mittlerweile sind aber die klimatischen Bedingungen so, dass die Kö-nigin der Instrumente vermutlich keine frühzeiti­gen Schäden erleiden wird. Für Reno­vierungsmaßnahmen in der Kirche kom­men zum Teil die Landeskirche und die Pflege Schönau auf.

In einem bebilderten Vortrag ließ Martin Mühleisen die Geschichte der Kir­che Revue passieren. Schießscharten hat der Turm bis heute und auch ein Teil des Fachwerks ist erhalten. Einer weiteren Präsen-tation auf der Leinwand war zu entnehmen, was der rund 50 Mitglie-der starke Kirchenbauverein zwischen Mau­rer- und Malerarbeiten schon so alles ge­leistet hat. Turmuhr und Glockenschlag sind schon lange automatisiert. Und wenn irgendwo „eine Sicherung durchge­brannt" ist, ist Martin Mühleisen als Erst­helfer selbst zur Stelle. Er übernimmt auch sonstige kleinere Reparaturen. Für so viel Engage-ment, auch von an­deren Vereinsmitgliedern, konnte Pfarrer Johannes Beisel einfach nur „danke" sa­gen. Außer dem Gottesdienst gehörte ein kleines Konzert mit Silvia Schaufele (Or­gel) und Andrea Fisher (Saxo-fon) zum Festprogramm des Kirchenbauvereins.


Dr. Martin Mühleisen und Pfarrer Johannes Beisel auf dem Dachboden mit einem "Klingelbeutel", wie er früher durch die Kirchbänke gereicht wurde.  Foto: Katzenberger-Ruf

"Cellissimo"-Konzert am 25. Juni 2015 in der Evangelischen Kirche in Gauangelloch

RNZ, 27. Juni 2016, Seite 4

Von Karin Katzenbacher-Ruf

 Leimen-Gauangelloch. Als in Argenti­nien der Tango entstand, galt dieser Tanz hierzu-lande eher als „Subkultur" und als etwas an-rüchig. Und heute? Da hält er in konzertanter Form auch in Gotteshäusern Einzug. So wie jetzt in der evangelischen Kirche Gauangel­loch, wo zum dritten Mal das Ensemble „Cellissimo" der Musikschule Porta Westfali-ca gastierte. Diesen klangvol­len Namen trägt ein Städtchen an der Weser in Nordrhein-Westfalen mit freundschaftlichen Verbindun-gen zu Gauangelloch.

Der Ort feierte gerade sein. 1000-jähriges Be-stehen, Cellissimo ist gerade zehn Jahre alt geworden und des­halb auf Jubiläumstour. Der Cellist und Musiklehrer Oliver Krüger gründete es 2006, seither gab es rund 100 Auftritte. Innerhalb von Austauschprogram-men war „Cellissimo" unter anderem in Italien, Polen und Weißrussland unterwegs. Beim Konzert in Gauangelloch spielte die Flötistin Gudrun Koch mit: Sie unterrichtete von 2000 bis 2010 an der Musikschule Lei-men und ist seit dem vergangenen Oktober an der Musikschule Lauffen tätig.

Sie führte auch als Moderatorin durch das Programm und erklärte beispielsweise, was der Tango dort mit der Sarabande zu tun hat-te. Demnach hat kein Geringerer als Johann Sebastian Bach zu dem Thema einiges kom-poniert, als die Sarabande im 17. Jahrhundert zum höfischen Tanz wurde. Ihr Ursprungs-land war Mexiko im 16. Jahrhundert, da wur-de die Sarabande noch deutlich lebhafter ge-tanzt als später bei Hofe.

Das Ensemble „Cellissimo" hatte auch einige Stücke des kürzlich im Alter von 98 Jahren verstorbenen argentinischen Tango-Musikers Mariano Mores im Pro­gramm. Aber eben auch den Titel „La Cumpar-sita", den Gerardo Matos Rodriguez aus Uruguay (1979-1948) im Jahr 1917 schrieb und welcher vielleicht der bekannteste Tango überhaupt

ist. Man kennt ihn, weiß aber nicht, wie er heißt. Außer nun nach dem Konzert in Gauangelloch.

Und das waren die jungen Musiker, die außer den bereits Genannten

in der evan­gelischen Kirche für beste Unterhaltung sorgten: Johanne Gramer, Maja Giese-king, Constantin Varvaras und Tobias Plöger. Letztes Jahr gewann das Ensemble in der Kategorie „Kammermusik" den ersten Preis bei einem Musikfestival in Belgien, ging mit seinem Programm „La Fuge" auf Tour und machte auch damals in Gauangel-loch Station. Beim jüngsten Auftritt wurde klar: Ein Cello kann dank seines Holzkörpers auch mal zum Schlaginstrument werden. Das lockerte so ein Konzert zwischen Klassik und zeitgenössischen Kom-positionen auf. Auch, wenn gerade die musikalische Ver­bindung zwischen gestern und heute fas­zinierte.


Afrika-Benefiz-Fest am 19. Juni an und in der Kirche in Gaiberg

RNZ, 24. Juni 2016, Seite 4

Von Karin Katzenberger-Ruf

Gaiberg.  „Am Weihnachtsbaume die Lichter brennen ..." Diese Melodie kennt man auch in Tansania, nur mit anderem Text. Das „Mungu ni pendo, apenda watu" bedeutet von Kisuaheli ins Deutsche übersetzt „Gott ist die Liebe, er liebt die Menschen" und erklang in der evangelischen Kirche Gaiberg, als die Gläubigen dort den Gottesdienst zum Afrika-Benefiz-Fest feierten.

Seit 2013 ist durch das Tansania-Pro­jekt der Gemeinden Gaiberg und Gauangelloch in Lukaka, einem Bergdorf im Norden von Tansania, ein Kindergarten mit dem Namen „Hosiana" entstanden, der im Idealfall zur

Grundschule erweitert werden könnte. Mo-mentan werden dort über 30 Kinder betreut, darunter viele Waisenkinder. Dies wiede-rum in Kooperation mit dem Verein „Ana-med international", der sich für gesunde Er-nährung und natürliche Medizin in den Tro-pen einsetzt. Etwa durch den Anbau von

Heilpflanzen, die das Immunsystem stärken

und deshalb einen gewissen Schutz vor

Tropenkrankheiten wie Malaria bieten.

Der von einem Apotheker aus Winnenden gegründete Verein ist eine christliche Orga-nisation, die sich am Vorbild Jesu als „Heiler" orientiert.

Der Tansania-Freundeskreis entstand wiede-rum durch Giselheid Otto, einer ehemaligen

Lehrerin, die als „Senior-Expertin" ein frei-williges Jahr in Tansania absolvierte und dort mit dem Ehepaar Shardrack und Dorothy Ntimba Freundschaft schloss. Als die beiden einen Besuch in Deutschland machten, sahen sie, was unsere Kinder schon in der Vorschule so alles lernen. Also sollten die Kinder in dem tansanischen Berg-dorf wenigstens eine Chance bekommen.

Zumal deren Eltern von Landwirtschaft auf kargem Boden leben, kein Schulgeld bezahlen können und die nächste Schule weit entfernt ist. Seit kurzem sind staatliche Schulen zwar „schulgeldfrei", doch es wird oft in riesengroßen Klassen mit bis zu 140 Kindern unterrichtet. Doch das ist nochmals ein anderes Thema.

Beim Afrika-Benefiz-Fest ging es darum, Spenden für den Hosiana-Kindergarten zusammenzutrommeln. Dies gelang im Vorfeld schon durch eine Sammelaktion für Spiel-sachen, weshalb unter anderem ein großes Plüschtier in der Kirche saß. Das selbst gekochte Mittag-essen im Gemeindehaus hatte die afrikanische Geschmacksnote. Weil dort an den Tischen nicht Platz für alle Gäste sei, müssten manche ein bisschen improvisieren und den Teller vielleicht mal auf den Knien abstellen. In Afrika sei das Alltag. Im Gottesdienst rief der Pfarrer dazu auf, allen Menschen mit Achtung und Wertschätzung zu begegnen und sich nicht abzugrenzen. Das gelte auch für den Umgang mit Flüchtlingen.

Zwei Trommler und der Spatzenchor trugen zur musikalischen Gestal-tung bei, ehe sich eine Menschenkette nach draußen bewegte, um ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen. Dort trat der Spatzenchor noch-mals mit einem afrikanischen Lied, verbunden mit Springen und Hüpfen, auf.


Foto-Ausstellung in der Evangelischen Kirche in Gauangelloch

RNZ, 9. Juni 2016, Blick in die Region, Seite 2

Leimen-Gauangelloch. (sg) Unter dem Motto „Natürlich Gauangelloch!" wurden in der evangelischen Kirche mehr als 200 große und kleine Naturaufnahmen aus der Umge-bung Gauangellochs gezeigt. Orientiert an

den vier Jahreszeiten waren außer Land-schafts-, Tier- und Pflanzenaufnahmen auch Fotos zu sehen, auf denen besondere Wetter-stimmungen, ungewöhnliche Perspektiven und ästhetisch schöne Strukturen zu sehen waren. Diese tolle Ausstellung, bei der auch ein kleiner Film gezeigt wurde, ist Johannes Beisel zu verdanken. Seit fünf Jahren ist er Pfarrer an der evangelischen Kirche in Gauangelloch. Zu seinen liebsten Hobbys

gehören das Filmen und Fotografieren. Als Beitrag zum Dorfjubiläum wollte er allen Bürgern und Besuchern die Schönheit der

umliegenden Natur vor Augen führen. „Gauangelloch ist allemal ein lohnendes Ziel", schwärmt er.

Für den 22. Oktober ist von ihm ge­plant, die Schönheit von Landschaft und Umgebung, die Tier- und Pflanzenwelt Gauangellochs

in einem zusammengefassten Film zu zei-gen. Vorgesehen ist auch ein Fotobuch mit dem Titel „Natürlich Gauangelloch!" Die Ausstellung ist ab sofort jeden Sonntag nach dem Gottesdienst bis 18 Uhr geöffnet.


Weihnachtskonzert der "Kleinen Kurpfälzischen Kantorei" am 10. Januar 1016

RNZ, 14. Januar 2016

Lieder- und Musikabend mit dem Kirchenchor am 9. April 2016 in Gauangelloch

RNZ, 11. April 2016, Seite 4

tilena" von Josef Rheinberger zum Innehalten an. Für Wohlklang am Klavier sorgte Tamara Ibragimowa mit Stücken von Felis Mendelssohn-Bartholdy und auch mit volkstüm-lichen Werken.

Am Ende des Konzertes stand der Dank, den Chorobmann Georg Lutz in passsende Worte fasste, indem er das großartige Engagement aller Mitwirkenden in den Mittelpunkt rückte.


Weihnachtskonzert der "Kleinen Kurpfälzischen Kantorei" am 10. Januar 2016

RNZ, 14. Januar 2016 - Zum Vergrößern bitte anklicken!