Zeitungsartikel 2015

Zu folgenden Themen sind im Jahr 2015 Zeitungsartikel erschienen, die weiter unten auf dieser Seite angeschaut werden können:

  • Mitgliederversammlung der Sozialstation am 11. November 2015
  • Konzert der "Kleinen Kurpfälzischen Kantorei" am 8. November 2015 
  • Ausstellungseröffnung "Flucht und Vertreibung ... " am 29.10.2015 in Gai
  • Musikfestival in Gauangelloch am 11. Oktober 2015
  • Tansania-Projekt in Lukaka - 17. September 2015
  • Gemeindefest Gauangelloch, 19. Juli 2015
  • Konzert von Cellissimo in der Kirche in Gauangelloch, 27. Juni 2015
  • Pfingstsonntag mit Besuch von Flora Lufurano aus Tansania, 24. Mai 2015
  • Osternachtfeier mit Osterfeuer am Kraichgaublick, 4. April 2015
  • Kirchenchor Gaiberg: Konzert "Israel Schalom", 22. März 2015 in Bammental

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oder das entsprechende Bild

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Bilder zu den verschiedenen Ereignissen finden Sie


Mitgliederversammlung der Sozialstation am 11. November 2015 in Gauangelloch

RNZ, 19. November 2015, Blick in die Region, Seite 3

Leimen-Gauangelloch. (fi) Die neue Bro-schüre der kirchlichen Sozialstation Leimen-Nußloch-Sandhausen trägt den Titel „Pflege Aktuell". Es geht um die Situation von 2,5 Millionen Pflegebedürftiger in Deutschland. Im evangelischen Gemeindehaus in Gauan-gelloch tagten die Delegierten aus den Kir-chengemeinden zur itgliederversammlung.

Da es sich um die „kirchliche" Sozialstation handelt, oblag es Pfarrer Johannes Beisel, mit dem geistlichen Impuls den Abend zu eröffnen. Er stellte den Menschen in den Mittelpunkt, mit den Worten des Apostels

Paulus aus dem 1. Korinther: „Es wird gesät

verweslich und wird auferstehen unverwes-lich, es wird gesät in Niedrigkeit und wird auferstehen in Herrlichkeit." Damit war er nahe bei dem, was die Helferinnen und Hel-fer der Sozialstation bei ihrer täglichen Ar-beit bewegt.

Melanie Hörn, stellvertretende Pflegedienst-leiterin, gab in ihrem Referat Einblicke in die „Formen der Demenz". Für die Vorstand-schaft erstattete die Vorsitzende Gabriele Schindler Bericht. 36 Mitarbeiter sorgen für das Klientel, dazu kommen weitere 102 Nachbarschaftshelfer, die hauptsächlich in der Demenzbetreuung tätig sind.

Da auch Vorstandwahlen auf der Agenda standen, betonte die Vorsitzende, dass Kan-didatinnen und Kandidaten bereits früh im Vorfeld gesucht werden.

„Das haben wir natürlich nicht über Anzei-gen gemacht, sondern über persönliche An-sprache, starke Bestrebungen im Vorfeld konnten wir in Gesprächen bereinigen", so Schindler. Pflegedienstleiter Marco Kutzer, seit Jahresbeginn in dieser Position in Leimen tätig, kam in seinem Bericht auf den Abbau der angesammelten Überstunden zu sprechen.

„Für die mussten wir un­nötig finanzielle Rückstellungen bilden, beim neuen Dienst-planmodell haben alle Mitarbeiter positiv

 mitgezogen", so sein Fazit. Wurden früher Besuchstermine abgesagt, so wird jetzt optimiert, „95 Prozent der Anfragen werden angenom-men", erläutert Kutzer. Sein Ziel definierte er vor den Delegierten ebenfalls: die Kapazität von flexiblen Mitarbeitern zu steigern.

„Die kirchliche Sozialstation Leimen-Nuß-loch-Sandhausen muss sich als erster An-sprechpartner in ihrem Tätigkeitsbereich etablieren", stellte auch Gabriele Schindler fest. Das Jahresergebnis wurde von Ge-schäftsführer Michael Wolf vorgetragen, der Vorstand einstimmig ent-lastet. Ebenso wur-de der Wirtschaftsplan für das kommende Jahr gut-geheißen. Unter anderem werden vier neue Fahrzeuge angeschafft.

Ins Detail ging es bei der Wahl und Bestäti-gung der Mitglieder im Vor-stand. Dieser setzt sich wie folgt zusammen: Auf Seiten der evangeli-schen Kirchengemeinden sind Walter Müller (seit 1979) aus Gauangel-loch.

Wolfgang Krauth aus Leimen. Pfarrer Manfred Weida aus Nußloch und Dieter Schroeter aus Sandhausen dabei. Von den katholischen Kir­chengemeinden sind ver-treten Gabriele Schindler (seit 1994) aus Gau-angelloch, Edwin Schäfer aus Leimen, Werner Herb aus Nußloch, Heiner Oberhettinger aus Sandhausen und Werner Hofmann aus St. Ilgen. Die Position des evangelischen Vertreters aus St. Ilgen wird nachbesetzt.

 „Wir haben derzeit zu viele Aufgaben in der Gemeinde zu bewältigen", gab Pfarrer Jörg Geißler bekannt. Gabriele Schindler wurde erneut zur ersten Vorsitzenden gewählt, Werner Hofmann ist ihr Stellvertreter. Wo Neubeginnt herrscht, gibt es Abschied: Ingeborg Teichert und Ursel Müller wurden – teilweise nach langjähriger Tätigkeit – verabschiedet, ebenso Ingrid Oberdhan, die zum Jahresende ihre Tätigkeit bei der Sozialsttion beendet.


Konzert der Kleinen Kurpfälzischen Kantorei am 8. November 2015

RNZ, 21./22. November 2015, Seite 4

Bammental. (fi) Wenn die „Kleine Kurpfälzische Kantorei“ ein Konzert gibt, ist eine bestens besuchte Kirche gewiss. In Bammental zeigte das En-semble um Klaus Hessenauer wieder einmal, weshalb. Choralkonzerte, Motteten und Werke von Heinrich Schütz und Michael Prätorius standen auf der Agenda.

Die

Stimmkraft in Sopran, alt, Tenor und Bass wurde ergänzt um Posaunenblä-ser, um Barockviolinen – gespielt von Judith Mac Carthy und Britta Zeus - um die Violine von Ulrike Klamp, um die Chitarrone gespielt von Rudolf Merkel und natürlich mit der Orgel und Ha­rald Fath.

Bereits mit dem Stück „Wo Gott, der Herr nicht bei uns hält" von Johann Wal­ter wurde deutlich, dass Gottes-furcht und fester Glaube das Leit-motiv des Abends sein wird. Walter, geboren 1496, war Herausgeber des ersten evangeli­schen Chorgesang-buchs, des Geistli­chen Gesangbüch-leins um 1524. Er war es auch, der zusammen mit Martin Lu­ther im Herbst 1525 in Wittenberg die Reform der „deutschen Messe" in die Wege geleitet hatte.

Aus dem Psalm 124 erschallten der vierstimmige Choralsatz und die sechs­stimmige Choralintrade. Heinrich Schütz (1585-1672) ist ein

altbekannter Meister hierzulande, der

von Hessenauer immer wieder gerne neu aufgelegt wird. Mit „Wohl dem,

der den Herren fürchtet" wollte der Chorleiter auch die unterschiedlichen

Arbeitsweisen der Komponisten in der Kompositionstheorie und der Umset-zung aufzeigen.Was recht deutlich wurde, als das Ensemble „Der Tag ver-treibt die finstre Nacht" von Michael Prätorius (1571-1621) erklingen ließ. Bei dem Werk orientierte sich der Komponist an der strengen Norm, der Ton-Kunst und der vorherrschenden Tonart der damaligen Zeitepoche.

Wie diszipliniert alle großen Meister arbeiteten, ist immer erneut zu be-wundern. Vor allem aber merkte man bei diesem Konzert, wie diszininiert und getreu der „Kleine Kurpfälzische Kantorei“ sämtliche weiteren Werke wiedergab.


Ausstellungseröffnung "Flucht und Vertreibung ..." am 29. Oktober 2015 in Gaiberg

RNZ, 19. November 2015, Blick in die Region, Seite 1

von Karin Katzenberger-Ruf

Gaiberg. „Flucht und Vertreibung - die Spuren der Wallonen, Waldenser und Hugenotten in der Kurpfalz": Das ist Titel einer Ausstellung in der evangelischen Kirche in Gaiberg, die der Wirtschaftsjournalist Martin Mühleisen konzipierte und die dort

noch für einige Wochen zu sehen ist. Auf den Ausstellungstafeln beginnt

alles mit der Vertreibung aus dem Paradies, gefolgt von Kains Flucht. Eine Flüchtlingsgeschichte aus unse-ren Tagen ist auf einer weiteren Ta-fel dokumentiert und schließlich

die Geschichte der Glaubensflücht-linge, die ab dem 16. Jahrhundert in die Kurpfalz kamen.

Schon Kurfürst Ottheinrich galt als tolerant und Kurfürst Karl Ludwig erst recht. Als dieser nach dem

verheerenden Dreißigjährigen Krieg in die Kurpfalz zurückkehrte, war diese zu etwa 80 Prozent entvölkert. Wer bereit war, sich hier niederzu-lassen, um das Land neu aufzubau-en, wurde mit Steuerprivilegien und bürgerlichen Freiheiten belohnt. Ein Haus errichten? Ein wüstes Feld wie-der fruchtbar machen? Salopp for-muliert gab es einiges zu tun …

Schon 1556 waren die ersten refor-mierten Flüchtlinge nach Heidelberg gekommen, um 1562 ließen sich die niederländisch sprechenden Flamen im ehemaligen Augustiner-Chorher-renstift in Frankenthal nieder und die französisch sprechenden Wallo-nen in der ehemaligen Zisterzienser-Abtei in Schönau. Die leer stehenden Klöster waren ihnen vom Landes-Herrn zugewiesen worden. Sie soll-ten was daraus machen, was sie als Tuchmacher, Gold- und Silber-schmiede, Künstler und Kaufleute offenbar auch taten. Und doch waren sie dort nicht auf Dauer sicher. Lam-brecht bei Neustadt und Otterberg bei Kaiserlautern wurden zu weite-ren sogenannten „Exulantenstädten", also von Glaubensflüchtlingen er-bauten.

Bei der Vernissage zur Ausstellung in der evangelischen Kirche skizzierte

der Kirchenhistoriker Dr. Albert de Lange aus Karlsruhe die Entwick-lung. Er gehört selbst der Waldenser-

vereinigung Ötisheim-Schönenburg

an und beschrieb die Vorfahren als von eher bäuerlicher Natur, die sich in der Landwirtschaft auskannten und dort ihre Spuren hinterließen.

„Lux lucet in tenebris" („Das Licht leuchtet in der Dunkelheit") war Signum der Glaubensgemeinschaft, die sich schon im 12. Jahrhundert um den französischen Wanderpredi-ger Petrus Valdes formierte, die In-quisition fürchten musste und jahr-zehntelang in den Tälern der West-alpen untertauchte. Sozusagen bis zur nächsten Vertreibung.

Derweil flohen die Wallonen aus den von Spanien besetzten Niederlanden und die Hugenotten aus Frankreich, vor allem nach der Bartholomäus-nacht im August 1572, in der in Paris Tausende Protestanten regelrecht hingerichtet wurden. An die 30.000 sollen es im ganzen Land gewesen sein, was eine gewaltige Flüchtlings-welle auslöste. Das Edikt von Nantes garantierte ab 1598 zwar wieder Re-ligionsfreiheit, sein Widerruf 1685 nötigte aber nochmals Hunderttau-sende, Frankreich zu verlassen und in andern Ländern Schutz zu suchen. Solche geschichtlichen Ereignisse sind Parallelen zur aktuellen Flücht-lingskrise, die bei der Konzeption der Ausstellung noch nicht allgegenwär-tig war.

Voraussichtlich am 17. Januar um 19.30 Uhr wird Helmut Staudt in der evangelischen Kirche einen Vortrag halten. Mit seiner Familie floh er als Jugendlicher im Jahr 1944 aus Do-nauschwaben. Er hat Flugzeuge ab-stürzen, Tote liegen sehen, nahezu Unvorstellbares erlebt, das aber nicht vergessen werden soll.

Heidelberg, (kaz) Das älteste Gebäu-de in der Heidelberger Altstadt ließ im Jahr 1572 ein hugenottischer Glaubensflüchtling erbauen, der es zu großem Reichtum gebracht hatte. Es war der Tuchhändler Carolus (Charles) Belier, der zusammen mit seiner Ehefrau Francina, aus dem habsburgischen Valenciennes in die Kurpfalz gekommen war. Für die beiden war das heutige Renaissance-Hotel „Zum Ritter" das Wohnhaus. Die prunkvolle Fassade ist ein belieb-tes Motiv bei Stadtführungen. Der „Ritter" überstand als einziges Ge-bäude in Heidelberg die große Feu-ersbrunst von 1635 und die Brand-schatzungen während des Pfälzi-schen Erbfolgekriegs 1689 und 1693. Der Grund: Es war als einziges Haus aus Stein errichtet. Schon seit Anfang des 18. Jahrhunderts wurde es als Gasthaus genutzt.

Ein weiteres Zeugnis für die Integra-tion von Glaubensflüchtlingen ist eine steinerne Tafel, die an das „Sti-pendiatenhaus der Reformierten" erinnert. Die­ses wurde 1706 östlich der Alten Brücke errichtet und später beim Eisgang 1784 schwerbeschä-digt. Auch dieses Haus wird heute

gastronomisch genutzt.




Von Beauvais bis Maastricht: Diese Karte zeigt, aus welchen Tuchmacher-orten Glaubensflüchtlinge in die Kur-pfalz kamen.

 

 

Konzert in der Peterskirche in Gaiberg am 18. Oktober 2015

RNZ, 27. Oktober, Seite 4

Gaiberg. (fi) Das leichte Gebäck, süße Teilchen, Snacks und Kuchen gab es am Eingang der Peterskirche in

Gaiberg. Et­was intensiver, noch

Gehaltvoller war das Konzert „Musik

am Abend", das ganz im Zeichen von Schostakowitsch und Brahms stand. Tabea Kalb, Violine, Jo­hanna Ludwig, Viola, David Rheinert, Violoncello und Philipp Arras, Klavier, gestalteten die-ses Benefizkonzert zu­gunsten des in Gaiberg ansässigen Ver­eins „Hilfe zur Selbsthilfe in Rajasthan", kurz HSHR.

Prof. Monika Boehm-Tettelbach steht dem Verein vor und hatte mit den vier

Musikern, allesamt Studenten in Hei­delberg, eine hervorragende Wahl ge­troffen. 

Gleiches galt mit dem Klavier­trio Nr. 2 in E-Moll, das der sowjetische Kom-


ponist Dmitri Dmitrijewitsch Schosta-kowitsch (geboren 1906 in Sankt Pe-tersburg, verstorben 1975 in Mos-kau) im Sommer 1944 zum Anden-ken an den Musikwissenschaftler

Iwan Sollertinsky geschrieben hat.

Sollertinsky war im Februar des

Vorjahres in einem Konzentrations-lager der Nazis ums Leben gekom-men. Das Werk wirkt melancholisch und nur manchmal lassen die Bril-lanz und die Ausgelassenheit auf-horchen, die ty­pisch sind für viele Kompositionen von Schostakowitsch.

Ein klagendes Andante als Einlei­tung, eine eindeutige Sonatenform und durchgängig polyphone Struk-turen bilden das Gerüst des Werkes. Der zweite Satz ist ein lebhaft-mun-teres Scherzo. Im Largo als dritter Satz dominiert die dramatische Ak-kordfolge des Pianos.

Johannes Brahms im zweiten Teil der Aufführung war mit seinem Klavier-Quartett G-Moll, Op. 25 vertreten. In den vier Sätzen Allegro, Intermezzo, Andante und Rondo wurde die Qua-lität der Aufführenden erneut hör-bar. Der Eifer war anzumerken, mit dem das Stück förmlich aufgenom-men wurde, die Hingabe der Musiker im Zusammenspiel war zu spüren in dem eigenen Ausdruck jedes Einzel-nen. Brahms hatte seine Liebe zur Musik der ungarischen Zigeuner längst ent­deckt, als er sich in Wien niederließ, wo er regelmäßig die

Csardas-Kapellen im Prater anhörte. Als Brahms 1861 seinem ungarischen Freund und Geiger Joseph Joachim die Partitur seines g-Moll-Klavier-quartetts mit dem Rondo alla Zinga-rese übersandte, gestand der Magyar dem Hanseaten neidlos zu, er habe

ihm auf seinem eigenen Territorium "eine ganz tüchtige Schlappe ver-setzt". Da Brahms um die Popularität des Zeitgeistes in der Donaumetro-pole wusste, wählte er dieses Werk aus, um mit ihm im November 1862 als Komponist und Pi­anist in Wien sich erstmals zu präsen­tieren.

Für die Aktivitäten des gemeinnüt­zigen Vereins HSHR war dieser Abend et­was Besonderes, diente er doch dazu, be­nachteiligte Bevölke-rungsschichten, ins­besondere der

Dalit und der Frauen, im Jaipur-Distrikt Rajasthan in Indien durch die Spenden zu unterstützen. Die Auf­forstung von Ödland, die Restau-rierung von Brunnenanlagen, die Schaffung von Selbsthilfegruppen

von Frauen und die Gründung dörf-licher Darlehensbanker können so weiter umgesetzt werden.


Musikfestival - 11. Oktober 2016

RNZ, 22. Oktober 2016, Blick in die Region, Seite 1

Leimen-Gauangelloch. (fi) An Ideen man-gelt es den evangelischen Kirchengemein-den Gaiberg und Gauangelloch nicht. Mit dem Musikfestival 2015 wurde der erfolg-reiche Auftakt vom letzten Jahr wiederholt.

Die Kirche in Gauangelloch war wieder ge-öffnet für Freunde der Mu­sik aller kirchen-nahen Sparten.

Nach dem musikalischen Gottes­dienst mit Pfarrer Johannes Beisel zur Eröffnung ging es tatsächlich „Schlag auf Schlag": Denn im

20-Minuten-Rhythmus wechselten sich die Akteure im Altarbereich ab. Es war eine offene, ungezwungene Veranstaltung, bei

der auch geredet und gegessen wurde. Auch konnten die Besucher eine kleine Runde spazieren gehen, um dann wieder einzutau-chen in die Vielfalt des Musikangebotes.

Saxofon trifft Orgel, Arien oder geist­liche

Lieder, Gospels, Spielereien für Flöten , Rock und Pop, kleine Hände und große Klänge am Klavier. Das alles wechselte mich Irish Folk, einem offenen Singen, oder Trommeln mit Klangreisen in alle Welt. „Mehr als Worte sagt ein Lied“, das hatte Pfarrer Beisel bereits beim Gottesdienst gesagt und damit den geistlichen Weg vorgegeben. Es war ein Kommen und Gehen von Besuchern und

Musikschaffenden. Ernesti Grünewald aus Wiesenbach etwa gab Arien um Besten, be-gleitet von Karin Neimanns am E-Piano, der Gaiberger Kirchenchor animierte erfolg-reich zum Mitsingen. Christa und Staffan Öhman boten Bach, Händel und Mendels-sohn mit Orgel und Gesang, während der Gospelchor „Spirit of Joy" A-capella-Stim-mung ins Gotteshaus brachte. „Praise and

sing", damit trat die christliche Band „Kol Kore" aus Nußloch auf, ehe der Kirchenchor aus Gau­angelloch das „Licht der Welt" be-

sang. Klavierschüler der Klasse von Julia Bantleon waren vor dem Auf-tritt der „Celtic Air" mit ihrem Irish Folk zu hören, was dann mit Blech – und Bläsermusik des Gaiberger Posaunenchores abgelöst wurde.

Während etwa die „Kleine Kurpfälzer Kan-torei" gesangliche Kostprob-en servierte oder der Instrumentalkreis sein offenes Singen vorberei-tete, konnte man sich in eine der knarrenden Kirchen­bänke verdrük-ken und aus den eigens ge­schaffenen Tassen seinen Kaffee trinken. Xevi Bobo und die Gruppe um Kossi Dikpor trommelte mit „Rhythmus

im Blut", der Männergesangverein aus Gauangelloch brachte das Abendlob dar. Sarah Kupsa ließ mit Stücken weiblicher Komponistin-nen aufhorchen. Harfe, Geige, Klavier und Gesang entführten schließ-lich nach Schottland und Irland.

Beim „Kulturherbst" der Kirchengemeinde geht es nun nahtlos weiter: Das erste Frauenfrühstück wird am Samstag, 24. Oktober, serviert, am Donnerstag, 29. Oktober, wird die Ausstellung „Flucht und Vertrei-bung" der Waldenser und Hugenotten eröffnet und am Sonntag, 8. No-vember, findet ein geistliches Konzert in der evangelischen Kirche in Bammental statt. Delikatessen aus vielen Ländern mit Blasmusik und der „Brasserie“ beschließt am Sonntag, 15. November, den Kultur-herbst in der Peterskirche ein Gaiberg.


Tansania-Projekt in Lukaka

RNZ, 17. September 2015, Blick in die Region, Seite 1

Gemeindefest in Gauangelloch am 19. Juli 2015 

RNZ, 23. Juli 2015

Von Sabine Geschwill

Leimen-Gauangelloch.

Wenn Petrus seine Schleusen öffnet, muss sich auch ein Pfarrer fügen.

Diese Erfahrung musste Pfarrer Johannes Beisel beim Gemeindefest der evangelischen Kirchengemeinde

Gauangelloch machen. Der im Gar-ten geplante Gemeindefestgottes-dienst musste kurzerhand ins Ge-meindehaus verlegt werden.

Dem Gemeindefest, das man zusam­men mit der evangelischen Kirchen-gemeinde Gaiberg feierte, tat dies aber keinen Abbruch. Nach dem Gottesdienst konnte problemlos im

Freien gefeiert werden. Der Fest-gottesdienst stand unter dem Motto „Klug, klüger, am klügsten". Pfarrer Beisel hatte zu dieser Thematik eine wunderbare Predigt vorbereitet. Klug ist jeder, wer Wissen besitzt. Klüger ist es, dieses auch in seinem Alltag zu nutzen und seinen Mitmen-schen damit zu helfen. Am klügsten ist es, Gott in sein Leben mit einzu-beziehen. Denn Gott ist weise, aufge-schlossen, hilfsbereit und liebevoll, machte Pfarrer Beisel deutlich. Diese positiven Eigenschaften sollte man von ihm übernehmen und im Alltag

anwenden.

Den musikalischen Teil des Gottes­dienstes übernahmen der evange-lische Kirchenchor aus Gaiberg und

der evangelische Posaunenchor Ochsenbach/Schatthausen. Die Lied-begleitung übernahmen außerdem Helga Kränzler und Birgit Beisel mit Gitarre und Flöte.

Das Gemeindefest nutzte Pfarrer Beisel ebenfalls, um Werbung für

das von ihm angeregte Projekt „Wir sind Kirche" zu machen: Noch bis Ende September freut sich die evan-gelische Kirchengemeinde auf Pass-fotos von Mitgliedern aus der evan-gelischen und katholischen Kirchen-gemeinde, um ein großes Kreuz zu gestalten. „Bisher wurden über 250 Fotos bei uns abgegeben", erklärte Johannes Beisel.

Beim Gemeindefest sorgten der Männergesangverein Gauangelloch und der evangelische Kirchenchor

für die musikalische Unterhaltung. Der Teamtreff der Jugend bot Kin-derschminken und verschiedene Spiele an. Für reichlich Speis

und Trank sorgten die Mitglieder der Laienspielgruppe „Possenreißer". Sie wurden von Stadträtin Anni Kühner aus Ochsenbach unterstützt. Sie hat-te für das le­ckere Wildgulasch ge-sorgt.

Hingewiesen wurde von Pfarrer Beisel auf das große Musikfestival am 11. Oktober in der evangelischen

Kirche in Gauangelloch. Im Rahmen des Festivals haben Musikgruppen und Ensembles die Möglichkeit, ihre Musik in einem zeitlich vorgegebe-nem Rahmen zu präsentieren. „Wir haben jetzt schon etwa fünf Stunden Musik zusammen. Gerne können noch Gruppen dazukommen", so Beisel. Ihm ist es wichtig, alles zu

fördern, was die Kirche bereichert und Leben in den Gemeindealltag bringt.


Konzert von Cellissimo in der Kirche in Gauangelloch am 27. Juni 2015

RNZ, 17. Juli 2015

Pfingstsonntag mit Besuch von Flora Lufurano aus Tansania

RNZ, 26. Mai 2015

Pfarrer Johannes Beisel interviewte Flora Lufurano (Mitte). Giselheid Otto übersetzte. Foto: Fink
Pfarrer Johannes Beisel interviewte Flora Lufurano (Mitte). Giselheid Otto übersetzte. Foto: Fink

Osternachtfeier mit Osterfeuer am Kraichgaublick am 4. April 2015

RNZ, 7. April 2015

Von Agnieszka Dorn

 

Leimen-Gauangelloch / Gaiberg

Flammen loderten hoch in den Him-mel, Funken sprühten, eine besinn-liche Stille breitete sich am Kraich-gaublick aus. Wer am Samstag mit dem Auto von Lingental in Richtung Gaiberg oder umgekehrt unterwegs war, hat bestimmt das riesige Feuer gesehen. Es war aber kein schlimmer Brand, vielmehr erhellte das Oster-feuer den Berg. Die evangelischen Kirchengemeinden Gauangelloch und Gaiberg feierten dort traditionell die Osternacht mit dem Osterfeuer und trotz Temperaturen um die fünf Grad zog das Spektakel viele Men-schen an.

Die ganz Mutigen, insgesamt etwa 50 Gläubige, wanderten trotz des kal-ten Wetters von Gauangelloch und Gaiberg aus zum Kraichgaublick, sie gingen den Kreuzweg Jesu nach und blieben unterwegs an verschiedenen Stationen  stehen.  An  den  Stationen beteten  oder sangen sie oder lausch- 

ten Passagen aus der Bibel. Kurzum: Die Gläubigen fühlten sich ganz in Jesu letzte Momente ein.

 

 „Stille ist eingekehrt auf Golgatha. Christus ruht von der Marter und der Qual des Kreuzes. Dicht und schwer hat sich das Dunkel auf das felsige Grab gelegt", sagte Pfarrer Johannes Beisel zu Beginn der Feier. Still und stockdunkel war es auch am Kraich-gaublick, ab und an hörte man einen

Waldkauz rufen. In der Stille sei Gott am Werk, so Pfarrer Beisel, er erwek-ke den toten Jesus zu neuem Leben.

Und das feierten die Gläubigen in der Nacht. Symbolisch wurde eine Kerze angezündet; von dieser einen Kerze aus wurden alle anderen Kerzen an-gezündet und zum Schluss stand je-der besinnlich mit einem Windlicht in der Hand und gedachte der Aufer-stehung Christi. Der Kraichgaublick verwandelte sich in ein Meer aus funkelnden Lichtern.

Mit den Kerzen zündeten Kinder das Osterfeuer an und es dauerte nicht lange, bis die Flammen hoch in den

Himmel loderten und die Funken flogen. Je nachdem, wie der Wind gerade wehte, musste man aufpas-sen, von den Funken nichts abzube-kommen.

 

Angezündet wurden auch zwei große

Osterkerzen [die später in den Kir-chen stehen werden] und außerdem wurde auch gebetet. Zu einer Feier gehört auch Gesang, und so sangen zwischendurch alle Besucher des Osterfeuers „Christ ist erstanden" oder „Halleluja", der Posaunenchor der evangelischen Kirche Gaiberg begleitete die Lieder.

 

Die Feier zur Osternacht endete mit einer riesigen La-Ola-Welle rund um das Feuer und zum Schluss gab es für den Weg nach Hause kleine und große Ostereier mit. Da einige Oster-eier aus Schokolade waren, verzehr-ten einige die Köstlichkeiten gleich an Ort und Stelle. Nach der Fasten-zeit schmeckt Schokolade natürlich gleich doppelt so gut.


Weitere Bilder von der Osternacht hier


Kirchenchor Gaiberg: Konzert "Israel Schalom", 22. März 2015 in Bammental

RNZ, 2./3. April 2015

Weitere Bilder vom Konzert in der Foto-Galerie


RNZ, 17. Dezember 2014