Aktuelles


Sind Sie an aktuellen Informationen zu Gottesdiensten, Gruppen oder Projekten interessiert, beachten Sie bitte auch die speziell für diese Bereiche eingerichteten Seiten!

Eine gute Informationsquelle ist selbstverständlich auch der Gemeindebrief.


Aktion Fasten für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit während der Passionszeit 2021:


Eine Woche Zeit für ein einfaches Leben
„Arm ist nicht der, der wenig hat, sondern der, der nicht genug bekommen kann."
(Jean Guéhenno)

Rund 10.000 Gegenstände besitzen erwachsene Westeuropäer*innen im Durchschnitt! Das ist eine beeindruckende, vielleicht sogar eine erschreckende Zahl. Wenn wir „klimafasten“, reflektieren wir zunächst einmal unser Konsumverhalten. Das muss allerdings nicht heißen, komplett auf Konsum zu verzichten. Denn „konsumieren“ kann man auch (fast) klimaneutral. Und eine Reduktion ist ja auch schon ein erster Schritt. Klimafasten kann also heißen...

  • Zeit in der Natur zu verbringen, zur Natur zu spazieren, in der Natur spazieren zu gehen. Das ist absolut klimaneutraler Konsum von Ruhe, Entspannung, Sauerstoff usw.
  • einmal ganz anders zu schenken. Es muss nicht immer ein Geschenk sein, das man im Internet bestellt, oder für das man zu mehreren Läden fährt, bis man es endlich gefunden hat. Ein nettes Wort, ein Dank oder ein Kompliment an die jeweilige Person ist absolut klimaneutral und kostet bestenfalls noch nicht einmal Überwindung.
  • zu entschleunigen. Man macht sich eine Liste von Wünschen und wartet, bis sich die Gelegenheit ergibt und unternimmt nicht „auf Teufel komm raus“ alles, um es sofort zu erreichen.
  • sich zu fragen, ob man es nun unbedingt haben oder machen muss, oder ob man nicht den ein oder anderen Wunsch für die nächste Generation übriglässt.
  • über Lebensqualität und Lebensglück nachzudenken. Diskutiert man mit anderen Menschen darüber, so merkt man oft, dass genau diese Zusammenkünfte und Diskussionen Erfüllung und Zufriedenheit bringen.
  • zu tauschen, zu verschenken, und beim Neukaufen auch mal das Second Hand- und Upcycling-Gewerbe in Betracht zu ziehen.
  • Platz zu schaffen in den eigenen vier Wänden, dem Keller, den Garagen. Kindern die Möglichkeit für Flohmärkte bieten.
  • gemeinsam Dinge zu benutzen.
  • und daran zu denken, dass nur, weil ein Produkt sich gut recyceln lässt, es trotzdem Ressourcen benötigt hat.

Längst ist uns klar, dass es kein unbegrenztes Wachstum gibt und dass wir unsere Erde über die natürlichen Grenzen hinaus ausbeuten. Wir leben auf Kosten der nächsten Generation und der Menschen im Globalen Süden – höchste Zeit, zu überlegen, was wir wirklich brauchen und was uns wichtig ist. Eigentlich geht es bei dieser Aktion doch darum, sich im Klimafasten zu üben – denn es darf keine zeitlich begrenzte Sache mehr sein. Es ist zu spät, um damit nach 7 Wochen wieder aufzuhören.

 

Nehmen wir uns eine Woche (oder besser noch viel länger) Zeit für ein einfaches Leben!

Isabelle & Sascha Nikolajewicz


Wie können wir achtsamer digital unterwegs sein?

Wir verbringen viel Zeit in der digitalen Welt - einer Welt der schier unbegrenzten Möglichkeiten und während der Pandemie unverzichtbar, wenn reale Begegnungen in Familien, (Hoch-)Schulen, Firmen, Kultureinrichtungen und anderswo nicht oder nur eingeschränkt möglich sind. Leider hat diese hilfreiche, faszinierende Technik auch sehr dunkle Seiten. Eine davon wird sichtbar, wenn wir die Herstellung von Smartphone, Tablet, Computer & Co. unter die Lupe nehmen.

Wertvolle Rohstoffe, wie Gold, Silber, Kupfer, Kobalt, Wolfram u.a. werden mit Hilfe von enormen Wassermengen und unter Einsatz von giftigen Chemikalien abgebaut und ausgewaschen – oftmals illegal. Damit einher gehen weitreichende Umweltzerstörungen, massive Menschenrechtsverletzungen und Gewalt an der indigenen Bevölkerung in den Förderländern z.B. in Südamerika, Lateinamerika oder Afrika – in zunehmendem Maße, weil durch die rasante Fortentwicklung der Digitalisierung der Bedarf an Rohstoffen steigt. (Ausführlichere Informationen z.B. auf www.brot-fuer-die-welt.de , www.comundo.de , www.kampagne-bergwerk-peru.de , AK-Rohstoffe, Misereor, u.a.) Glücklicherweise wird immer mehr Menschen bewusst, dass auch Rohstoffvorkommen irgendwann erschöpft sein können und Recycling wird immer mehr in den Blick genommen.

 

Haben Sie gewusst, dass über 100 Millionen Mobiltelefone in Deutschland in irgendwelchen Schubladen ungenutzt herumliegen? Daraus ließen sich z.B. ca. 3 t Gold recyclen, für die ca. 750.000 t goldhaltiges Gestein schon nicht abgebaut werden müssten.

 

Unsere Kirchengemeinde beteiligt sich an der Handy-Aktion Baden-Württemberg, von deren Partnerin, der Telekom wir eine Sammelbox bekommen haben, die wir befüllen wollen mit gebrauchten Handys, Smartphones, Tablets, eBook-Readers, Mobilfunkgeräten (die mit Sim-Karten genutzt werden) und technischem Zubehör (Kopfhörer, Ladekabel und –geräte; keine losen Akkus einwerfen, sondern in den Geräten lassen! Sim- oder Speicherkarten entfernen!) Die Telekom sorgt unter Beachtung hoher Sicherheitsstandards für das Einsammeln, den Transport und die Löschung der Daten durch das Fachunternehmen Teqcycle Solutions GmbH (DEKRA zertifiziert). Der Recyclingprozess erfolgt bei Electrocycling in Goslar. Die Erlöse fließen in 3 nachhaltige Bildungs- und Gesundheitsprojekte (weitere Informationen: siehe Flyer in der Kirche oder bei H .Schulz, Tel. 06223 / 40203). Machen Sie mit! - Abgabemöglichkeit: Donnerstag, 10 – 12 Uhr, Peterskirche Gaiberg


Wie wär’s mal mit Fleischfasten – dann ist weniger mehr:

Es hilft beim Klimaschutz und sorgt für weniger Tierleid!

Zur Anregung finden Sie hier ein paar leckere vegetarische Rezepte:

 

 

Birnen-Rote-Bete-Salat

Zutaten:

4 Knollen Rote Beete, 4 Birnen, 150 g Schafskäse, 100 g Walnusskerne, Salatkräuter, 4 EL Olivenöl, 3 EL Balsamicoessig, 1 EL Honig, Salz, Pfeffer.

 

Zubereitung:

Rote Beete schälen und feine Stücke schneiden, Birnen halbieren, Kerngehäuse entfernen und die Birnen ebenso in feine Stücke schneiden. Rote Beete und Birnen in eine Salatschüssel geben und durchmischen. Olivenöl, Balsamicoessig, Honig, Salatkräuter und Salz, Pfeffer vermengen und über den Salat geben. Alles noch einmal kurz durchmischen und mit Schafskäse und Walnüssen garnieren.

Quelle: www.dirks-biokiste.de

 

 

Scharfes Möhrensüppchen

Zutaten:

100 g getrocknete Aprikosen, 1 rote Peperoni, 1 Zwiebel, 600 g Möhren, 1 L Wasser, 1 TL Gemüsebrühpulver, ½ TL Zimt (optional) 1 MS Muskatnuss, 1 MS Nelken, ½ TL Koriander, Vollmeersalz (unjodiert), 1 Zitrone (Saft davon), 100 ml Sahne, 50 g Schmand oder Creme fraiche.

 

Zubereitung:

Aprikosen in Wasser 2 Stunden einweichen, Peperoni-Schote aufschlitzen, entkernen und fein hacken. Zwiebel schälen und würfeln, Möhren schälen oder sauber bürsten und in Scheiben hobeln. Zwiebel und Peperoni in Öl andünsten, mit Gemüsebrühe (kann man natürlich auch selber machen) aufgießen.

Aprikosen in Streifen schneiden, einige zur Dekoration zur Seite legen, den Rest zur Suppe geben, 20 Minuten kochen und dann pürieren.

Mit Gewürzen und Zitronensaft abschmecken.

Sahne unterrühren.

Suppe in die Teller geben, je einen Teelöffel Creme fraiche oder Schmand in die Mitte geben und mit feinen Aprikosenstreifen garniert servieren.

Quelle: Inge Maria Hammerschmidt: Genuss ohne Reue, 2015

 

 

Cashew-Lauch-Gericht

Zutaten:

800 g Lauch (netto) in Halbmonde geschnitten, 2 Zwiebeln, fein gewürfelt, 4 Knoblauchzehen, fein gehackt, 4 cm Ingwer, fein gehackt, 100 g Cashewkerne, 4 EL Sojasauce, 2 TL Akazienhonig, 1 EL Weizenmehl (Vollkorn), 2 EL Olivenöl, 1 EL Gemüsebrühpulver, ½ Tasse Wasser, 1 TL Fünfgewürz (Reformhaus), 2 EL Sonnenblumenöl, Pfeffer aus der Mühle, Vollmeersalz, Chiliflakes.

 

Zubereitung:

Lauch halbieren, putzen, waschen und in ganz feine Halbmonde schneiden, Zwiebel halbieren, vierteln und in Scheiben schneiden. Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken. Sojasauce, Gemüsebrühpulver, Mehl 2 EL Sonnenblumenöl und Fünfgewürz verquirlen und beiseite stellen. Olivenöl in der Pfanne erhitzen, Zwiebelwürfel unter Rühren 2 Minuten anbraten. Knoblauch- und Ingwerwürfelchen dazu geben und gut durchschwitzen. Lauch dazu geben und unter Rühren 5 Minuten anbraten. Nach 5 Minuten die verquirlten Soßenzutaten angießen und mit Deckel gar dünsten. Ist die Soße zu dick, etwas Wasser angießen und mit Sojasauce nachwürzen. Cashewkerne dazugeben und unterrühren. Pikant abschmecken.

Dazu passt: Basmati-Vollkornreis, Quinoa oder Hirse.

Quelle: Inge Maria Hammerschmidt: Genuss ohne Reue, 2015

 

 

Hirse-Schoko-Creme

Zutaten:

400 g Schmand, 2 EL Kakao, schwach entölt, 80 g Akazienhonig, 60 g Hirse, sehr fein gemahlen (kann man im Bioladen mahlen lassen wenn keine Getreidemühle vorhanden ist),

1 MS Bourbon-Vanillepulver, 100 ml Sahne, frische Früchte, Zitronenmelisse zum Verzieren.

 

Zubereitung:

Schmand in eine Schüssel geben. Kakao und Akazienhonig dazu geben und mit dem Schneebesen gut verrühren. Hirse sehr fein mahlen und mit dem Schneebesen unterrühren, bis alle Klümpchen sich aufgelöst haben. Mit Bourbon-Vanillepulver abschmecken. Sahne steif schlagen. Schokocreme in dekorative Gläser füllen und mit geschlagener Sahne verzieren. Evtl. mit frischen Früchten wie z. B. Himbeeren, Erdbeeren, Heidelbeeren oder ähnliches und mit Zitronenmelisse garnieren.

Tipp: Statt mit Bourbonvanille mit Zimt oder Lebkuchengewürz aromatisieren.

Quelle: Inge Maria Hammerschmidt: Genuss ohne Reue, 2015

 

Dieses Dessert ist für mich die leckerste Art, unerhitzte Hirse zu genießen!

 

Viel Spaß beim Nachkochen

Margot Bueß


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