Freundeskreis Tansania

für den Hosiana Kindergarten und Grundschule in Lukaka


Im Bergdorf Lukaka, im abgelegenen Nordwesten Tansanias, nahe der Grenze zu Ruanda und Uganda, besteht seit Januar 2013 ein Kindergarten mit Vorschule, erbaut mit Spendengeld aus Gaiberg und Gauangelloch und der Region Heidelberg. Die Initiative stammt von zwei Afrikanern selbst, angeregt durch einen Besuch in Gaiberg 2008.

Kindergarten
Hosiana

Wir wollen beim Ausbau helfen!

 

Spendenkonto:
IBAN: DE08 672 917 0000 278 156 00
BIC: GENODE61NGD
Stichwort: Hosiana


Im 1700 m hohen Hinterland Tansanias wird die Einrichtung begeistert angenommen - und braucht bereits Erweiterung. Aus vier Dörfern im Distrikt Karagwe trafen sich Menschen und gründeten eine gemeinnützige Vereinigung, damit das Projekt Zukunft hat. In diesen Dörfern gab es bisher für die Bergbauern-Familien kaum Bildungs-Chancen für ihre Kinder. Schulen sind weit entfernt. Jetzt hofft man sehnlichst, diesen Kindergarten um zwei Gruppenräume zu erweitern - wünscht sogar, dass er zur Dorfschule wird. Außerdem: Der Kindergarten befolgt ein Gesundheits-Konzept gemäß Anamed (NGO), für gesunde Kinder und zum Kampf gegen die vier größten Plagen Afrikas: Malaria, Durchfall, Anämie und Aids!

Mehr zu Hosiana - Kindergarten und Pre/Primary School in Lukaka/Karagwe/TZ:

Es begann als "zündende Idee" in Gaiberg 2008 bei einem Privatbesuch des Gründer-Ehepaares, Shadrack und Dorothy Ntimba. Sie waren Gäste von Giselheid Otto, die nach 40 Jahren Lehrtätigkeit in Heidelberg ein freiwilliges Jahr als Senior-Expertin in Tansania unterrichtet hatte. Damals 2006/7 kam Frau Otto an eine Secondary Boarding School, ein Landschul-Internat, und schloss Freundschaft mit besagtem dynamischen Elternpaar – Freundschaft von ungeahnter Tragweite; denn als die afrikanischen Gäste Deutschland kennenlernten, waren sie fasziniert: von intelligenten Fragen deutscher Kinder im Gaiberger Kindergarten – von lebhaften Gesprächsrunden mit heidelberger Jugendlichen in Gymnasien! Hier wehte ein für sie völlig neuer Bildungs-Wind! So entstand bei ihnen der Wunsch, Kinder im eigenen Dorf zu fördern: es gab in Lukaka keinerlei Bildungseinrichtung, weder Kindergarten noch Grundschule, an Sekundarschule nicht zu denken. Die beiden Afrikaner waren selbst erst mit 10 Jahren zur Schule gekommen, denn der Schulweg ins Nachbardorf war damals viel zu weit gewesen – und ist es noch heute!

In Gaiberg 2008 sorgten Freunde sofort für den Start: Mit 700 Euro "Spenden-Mitgift" baute das Paar die erste Hygiene-Toilette der Region – nach Anamed-Konzept! Der Kindergarten selbst eröffnete im Januar 2013, erst mit 17, inzwischen mit weit über 20 Kindern.

Konzept des Kindergartens:

Staatlichen Bildungsvorgaben gelten uneingeschränkt. Daher gibt es eine "Pre-School" - Vorschule mit Suaheli und Englisch-Unterricht. Englisch wird hier forciert: als Basis für die Secondary School. Das Projekt ist offen für alle Religionen, obwohl die allermeisten Christen sind. Es hat ein für Afrika revolutionäres Konzept: es verbindet pädagogische und ernährungswissenschaftliche Ziele; denn ein gesundes Immunsystem schützt vor Krankheit – und fördert das Lernen. Neben den Kindern sind die ersten Ansprechpartner deren Eltern, aber auch andere Dorfbewohner, die gut über Gottesdienste erreichbar sind, denn in Tansania sind die Kirchen voll. Vorbild ist Jesus: Heiler, Arzt, Lehrer, Menschenfreund und Friedensbote. Beide Leitenden, Sh./D. Ntimba, sind der Ev.-Luth. Kirche Tansanias eng verbunden. HOSIANA, auf Swahili "Gotteslob", ist nicht zufällig der Projektname.

Kindergarten concept (English)
Hosiana_kindergarten_concept.pdf
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Chekechea ya dawa ya asili ya Hosiana (Swahili)
Hosiana_chekechea.pdf
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Alltag bei Hosiana:

Unsere Zusammenarbeit mit Anamed:

www.anamed.net bietet weltweit Seminare an, an denen auch unsere Mitarbeiter teilnehmen. Anamed, eine christliche NGO (Nicht-Regierungs-Organisation), gegründet vom deutschen Apotheker Dr. Hans-Martin Hirt aus Winnenden, vertritt naturgemäße Vorbeugung und Self-Empowerment: Menschen in Entwicklungsländern lernen medizinische/vitaminreiche Pflanzen anzubauen und daraus gesunde Nahrung und einfache Medikamente herzustellen. Westliche Medikamente sind dort kaum bezahlbar, sofern sie überhaupt erreichbar sind. Pflanzen, die auf diese Weise in "Gesundheitsgärten" gezogen und in Form von Hausgärten verbreitet werden sollen, dienen vor allem der Bekämpfung von Malaria, Herzproblemen, Diabetes, Durchfall und zur Linderung von Aids-Folgen (Immunaktivierung). Ein Leben fast ohne Geld - aber auch ohne Durchfall, ohne Malaria und ohne Aids - wird so Realität. A-na-med heißt: "Aktion Natur-medizin in den Tropen!"

 

Das Anamed-Motto "Heilung und Gesundheit für alle ist möglich mit den Pflanzen des Gartens Erde - wenn wir lernen, sie richtig zu nutzen im Einklang mit Gott und der Natur" gilt auch für dieses Dorf-Projekt: Es gibt dort eine große Zahl tropischer Heilpflanzen, vielfach unerkannt, als Unkraut verachtet, z. B. Eukalyptus (gilt meist nur als Holz-Lieferant), Aloe Vera, Knoblauch, Ananas oder Moringa. Erkennen und Nutzen solcher Pflanzen wird Eltern und Kindern konkret vermittelt, zusammen mit christlicher Friedenserziehung und individueller Förderung. Diese Kinder essen gesund (was nicht selbstverständlich ist) und bebauen eigene Beete.

Medizinisch-wissenschaftliche Basis:

Die Anbau-/Ernährungs-/Gesundheitslehre wurde seit 1986 von Ärzten und Heilern entwickelt (Dr. H.M. Hirt, B. M'Pia, Dr. Keith Lindsey). Fachbücher sind veröffentlicht, die bereits unzähligen Armen geholfen haben. Weltweit sind Anamed-Gruppen entstanden. Giselheid Otto erhielt ihre Ausbildung bei Anamed in Uganda. In Tansania gab sie in Seminaren ihr Wissen weiter: es wurden mehrere Heilgärten gegründet, so auch in Lukaka.

Perspektive des Projekts:

Das Pre-School-Projekt könnte auf Wunsch des Dorfes zur Grundschule erweitert werden:

  • Es gibt eine Regierungsvorgabe: eine Pre-School sollte drei Gruppen haben, mindestens aber zwei. Für den Bau weiterer Gruppenräume werben wir.
  • Schulpflichtige Kinder, die den Kindergarten verlassen müssten, erhoffen sich ein Klassenzimmer für ihre Schulzeit, die turnusgemäß im Januar beginnt.
  • Eine Hoffnungs-Vision ist ein kleines Haus zur Betreuung von ca. 10 Waisenkindern. Denn es gibt Waisen im Dorf, vor allem durch die Aids-Epidemie in Ostafrika.

Finanzierung:

Die Eltern können gar nichts beitragen zum Ausbau des Projekts, sie schaffen kaum ihren Jahresbeitrag von 650 Tansania-Schilling (TSh), der zwar niedrig ist, aber ihre Einkünfte sind wetterabhängig.

Bisher sind 6 Waisenkinder beitragsfrei aufgenommen, weitere erhoffen sich einen Platz. Weder die politische noch die Kirchengemeinde des Dorfes können Zuschüsse geben. Genehmigungsgelder werden sogar fällig.

Essen, Benzin und Gehälter für Lehrer, Nachtwächter sowie Fahrer werden – bei günstiger Witterung – durch Elternbeiträge getragen. Aber: der Ausbau braucht Spenden.

Der Freundeskreis Tansania in Gaiberg und Gauangelloch hat folgende Ziele:

  • Förderung des Hosiana-Bildungsprojekts in Lukaka durch Geld- und Sachspenden.
  • Kritische Begleitung und fachliche Beratung für den weiteren Ausbau.
  • Information über die Projekt-Entwicklung, über das Bergdorf Lukaka und das Land Tansania, das Deutschland als ehemalige Kolonie verbunden ist und uns u. a. Schulen und Krankenhäuser verdankt.
  • Entsenden von Freiwilligen - zum Mithelfen in diesem Projekt vor Ort und zum Kennenlernen der Lebensumstände dort.
  • Patenschaften sind möglich, besonders als Hilfe für Waisenkinder.

 

Treten Sie dem Freundeskreis bei: mit einer jährlichen Spende! Sie geht vollständig ohne Abzüge an das Projekt in Lukaka!

Rundbriefe:

Ein Blick in die abenteuerliche Entstehungszeit: Rundbriefe zum Aufbau des Kindergartens 2012

Rundbrief 1 - Januar 2012
Rundbrief_2012_1.pdf
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Rundbrief 2 - Februar 2012
Rundbrief_2012_2.pdf
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Rundbrief 3 - März 2012
Rundbrief_2012_3.pdf
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Rundbrief 4 - April 2012
Rundbrief_2012_4.pdf
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Rundbrief 5 - Mai/Juni 2012
Rundbrief_2012_5.pdf
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Der Kindergarten im zweiten Jahr seines Bestehens - gehts voran?

Rundbrief 1 - Februar 2014
Rundbrief_2014_1.pdf
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Rundbrief 2
Rundbrief_2014_2.pdf
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2015 - Gute Nachrichten: Der Kindergarten wird langsam zur Grundschule erweitert

Rundbrief 1
Rundbrief_2015_1.pdf
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2016

Rundbrief 1
Rundbrief_2016_1.pdf
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Rundbrief 2
Rundbrief_2016_2.pdf
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Spendenkonto:

IBAN: DE08 672 917 0000 278 156 00
BIC: GENODE61NGD
Stichwort: Hosiana


Bei Jahresspenden über 200 Euro werden Spendenbescheinigungen ausgestellt, darunter gilt der Überweisungsbeleg.

Kontakt:

Tel. 06223-5341 (G. Otto)
Tel. 06223-867841 (H. Staudt)
Tel. 06223-40203 (H. Schulz)
und über die evang. Kirchengemeinde.

2012 entstand das schöne Kindergartenhaus.
2012 entstand das schöne Kindergartenhaus.
Eröffnung des Kindergartens 2013. Die schwarz/rot/goldenen Pullis sind ein Dankeschön der Tansanier an die deutschen Spender; blau/weiß/rot gilt als Dankesgruß den australischen Spendern.
Eröffnung des Kindergartens 2013. Die schwarz/rot/goldenen Pullis sind ein Dankeschön der Tansanier an die deutschen Spender; blau/weiß/rot gilt als Dankesgruß den australischen Spendern.
Die Frauen pflanzen und pflegen die berühmte Heilpflanze Artemisia annua anamed - sie bekämpft vorbeugend und heilend Malaria und vieles andere.
Die Frauen pflanzen und pflegen die berühmte Heilpflanze Artemisia annua anamed - sie bekämpft vorbeugend und heilend Malaria und vieles andere.
Giselheid Otto mit einigen Anamed-Kursteilnehmern.
Giselheid Otto mit einigen Anamed-Kursteilnehmern.
Der Leiter Shadrack Ntimba ist ein großer Kinderfreund.
Der Leiter Shadrack Ntimba ist ein großer Kinderfreund.
Die weitläufige Berg- und Tallandschaft von Karagwe, Heimat des Kindergartens.
Die weitläufige Berg- und Tallandschaft von Karagwe, Heimat des Kindergartens.
Täglich hält der Zubringer an bestimmten Stellen einer gewundenen Berg- und Tal-Strecke. Ohne dieses Auto hätte hier kaum eines der Kinder die Chance auf Bildung: der Weg wäre viel zu lang, zu steil, zu gefährlich!
Täglich hält der Zubringer an bestimmten Stellen einer gewundenen Berg- und Tal-Strecke. Ohne dieses Auto hätte hier kaum eines der Kinder die Chance auf Bildung: der Weg wäre viel zu lang, zu steil, zu gefährlich!
Das symbolische Gemälde von Entwicklungshelferin Ine Scheidecker schmückt die Tür des Kindergarten-Zubringers.
Das symbolische Gemälde von Entwicklungshelferin Ine Scheidecker schmückt die Tür des Kindergarten-Zubringers.
Das Frühstückshüttchen schützt vor der Tropensonne und dient auch als "Klassenzimmer" für Teilgruppen.
Das Frühstückshüttchen schützt vor der Tropensonne und dient auch als "Klassenzimmer" für Teilgruppen.
Die Kinder tanzen begeistert zur Ehrung ihrer europäischen Gäste.
Die Kinder tanzen begeistert zur Ehrung ihrer europäischen Gäste.
Das Leiter-Ehepaar von Kindergarten/Pre/Primary School Hosiana: Shadrack und Dorothy Ntimba.
Das Leiter-Ehepaar von Kindergarten/Pre/Primary School Hosiana: Shadrack und Dorothy Ntimba.
Die beiden Leiter Dorothy und Shadi mit Flora (Mitte) beim Planungsgespräch.
Die beiden Leiter Dorothy und Shadi mit Flora (Mitte) beim Planungsgespräch.
Flora im Hermannshof Weinheim.
Flora im Hermannshof Weinheim.
Elga gewöhnt sich in Deutschland an die großen Portionen.
Elga gewöhnt sich in Deutschland an die großen Portionen.